Sonntag, 22. Oktober 2017

Gloria's flowers - Kapitel 16

Ich mogle gerade ein bisschen: heute ist nämlich schon der vierte Sonntag im Monat - eigentlich zeige ich Euch den Fortschritt meiner Gloria's flowers immer schon eine Woche eher. Aber das macht nichts, heute ist genau der richtige Tag dafür!


Denn: DAS sind die letzten Blumen, die ich für die von mir gewünschte Größe brauche. Ihr seht, ich glaubte beim letzten Auflegen, die hellen Blumen sind noch zu wenig vertreten. Nun kommt das große Puzzle. Bevor es ans Zusammennähen geht, muss ich mir überlegen, wie die sehr verschiedenfarbigen Blumen verteilt werden sollen. Das Original hat eine Art Farbverlauf, das gefällt mir sehr gut und wird mein Vorbild sein.
Mitte November werdet Ihr also die ersten größeren Teile sehen können, ich freue mich schon sehr!
PS: Habt Ihr es bemerkt? Der Passacaglia ist beiseite gelegt und ich mache mein Versprechen wahr! ;-) 

Freitag, 20. Oktober 2017

NYB-Blöckchen

Als ich aus dem Urlaub kam, hatte ich so richtig Sehnsucht nach dem Nähzimmer. Und da ist ein neues NYB-Blöckchen geworden...


Nun habe ich schon sechs. Jedes einzelne ist ja ziemlich aufwändig. Und hintereinander weg möchte ich diese Rundungen auch nicht nähen, aber nach und nach wird es schon ein Quilt werden!


Nur den Faden nicht abreißen lassen.... :-)

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Entlang der Seidenstraße (1) - Taschkent

Vor unserem Urlaub bin ich immer wieder ungläubig gefragt worden: "Wie seid Ihr denn auf DIE Idee gekommen??" - ganz einfach: mein Lebensgefährte und meine Freundin stellten vor Jahr und Tag übereinstimmend fest, dass sie "schon immer mal nach Samarkand" wollen. Samarkand - der Name hat für mich einen verlockenden, orientalischen Klang, riecht nach Gewürz und Seide, nach Kamelen und Wüste. Ob das wirklich so ist, das wollten wir nun ergründen. Mit dem Flieger ging es über Istanbul nach Taschkent. Taschkent ist die Hauptstadt von Usbekistan. Eine Millionen-Stadt, die 1966 von einem verheerenden Erdbeben zum großen Teil zerstört wurde.


Nach dem Wiederaufbau hat sie nun den Ruf als "Schönste Plattenbaustadt der Welt"....



Aber bevor wir uns das ansehen konnten, mussten wir umfangreiche Pass- und Zollkontrollen passieren, damit nehmen sie es in Usbekistan recht genau. Fotografieren darf man da allerdings nicht - in Flughäfen und Bahnhöfen als strategischen Objekten ist Fotografieren streng verboten und die Einzäunung des Flughafens beeindruckend


Die ersten Bilder gab es also aus dem Bus heraus. Davon werdet Ihr noch ganz viele zu sehen bekommen. Wir sind ca. 1300 km durchs Land gereist und haben nicht überall angehalten!
Die Reise war organisiert von Studiosus als Gruppenreise mit einheimischer Reiseleitung. Das war gut so - meine Russischkenntnisse sind über die Jahrzehnte ungenutzt ziemlich verkümmert. Aber ich war erstaunt, wie viele Vokabeln letztendlich aus irgendwelchen Gehirnschubkästen kullerten!
In Usbekistan lebt ein Bevölkerungsgemisch. Neben Usbeken eine Menge Tadschiken, Kirgisen, Turkmenen, Russen, Kasachen, Armenier....insgesamt wohl über 100 Nationalitäten. Man spricht alle möglichen Sprachen und - was das besonders witzige ist - man benutzt drei verschiedene Schriften: die lateinischen Buchstaben, die kyrillischen (russischen) und die arabischen Schriftzeichen.



Das russische Wort "Apteka" und das usbekische "Dorixona" bedeuten übrigens "Apotheke". Standards sind eben verschieden... Und das ist arabisch:


Die Zeit der Einverleibung durch die - sie nennen es - Bolschewiken hat dem Land neben allen Problemen einer Fremdherrschaft den großen Vorteil einer einheitlichen Sprache gebracht, dem Russisch. Viele sprechen das neben ihrer Muttersprache, die Reiseleiterin meint, Russisch sei sozusagen das "Englisch von Zentralasien". Mit Englisch selbst kommt man nicht weit... In Taschkent haben wir am letzten Tag der Reise einen Kindergarten besucht, der Kinder ab 3 Jahren aufnimmt, die hier neben ihrer Muttersprache nun Russisch lernen, spielen, singen, tanzen.


Wir bekamen von einer aufgeregten fröhlichen Kindergruppe ein kleines Programm aufgeführt - so wie es bei uns auch wäre. Es war ein interessanter Besuch: über 500 Kinder in ziemlich großen Gruppen, viel eingeforderte Disziplin, 30 Minuten richtiger Unterricht und dann spielerisches Lernen.


Kindergartengebühren gibt es nicht, nur Essengeld müssen die Eltern zahlen. Wer sein Kind nicht in den Kindergarten schickt, muss es ab 5 Jahren in eine "Sonntagsschule" bringen, denn Lesen und Schreiben lernt man hier vor der Schuleinführung mit 7 Jahren.


Das "Bevölkerungsgemisch" sieht man den Kids gut an.


Wenn man die Bilder aus dem Kindergarten so betrachtet, könnte man glauben, das sei ein "ganz normales" Land. Aber das täuscht. Der Fußboden im Gruppenraum mit einem Foto "aus dem Handgelenk":


Ein Bild aus einem großen Kaufhaus vermittelt ebenfalls europäisches Flair:


Aber auch das täuscht. Hier kaufen nur die Reichen ein. Usbekistan ist ein armes Land. Und das sollten wir in den nächsten Tagen noch vielfach zu sehen bekommen...
In diesem Kaufhaus habe ich übrigens versucht, eine Batterie für meine Armbanduhr zu bekommen, die schon auf dem Flug stehen geblieben war. Das ist nicht gelungen, aber ich konnte mir dort als "Reiche" für umgerechnet 7,50 € eine neue kaufen...
Noch am Tag unserer frühmorgendlichen Ankunft in Taschkent haben wir uns auf den Weg nach Nordwesten gemacht - ab jetzt immer entlang der Seidenstraße.... Da werde ich nun mal ein paar Fotos für Euch sortieren.

Montag, 16. Oktober 2017

Passacaglia - Kreis 1 und 2

Bevor Ihr Bilder von Usbekistan zu sehen bekommt zeige ich Euch was ich unterwegs gelieselt habe. Eigentlich dachte ich, das würde mehr sein. Aber da unsere Flüge sehr kurzfristig in die Nacht verlegt wurden und man in einem Bus auf usbekischer Straße nicht wirklich nähen kann, sind es nur zwei Kreise geworden.


Ich habe sie auch gleich zusammen genäht, sonst reichen am Ende meine Schablonen vorne und hinten nicht aus. Leider habe ich kein Bild vor dem Zusammen nähen gemacht. Das hole ich beim nächsten Kreis nach. Ich bin nämlich einer Idee gefolgt, die ich irgendwo im www. gelesen hatte: die "herausspießenden" Sternenspitzen füge ich dem Nachbarkreis ein, so entstehen beim Zusammennähen schöne gerade Kanten und das macht sich natürlich viel besser. Allerdings muss man höllisch aufpassen und das Layout für die "Nachbarn" schon parat haben. Sonst wird das nüscht.
Das Nähen der Batiks ist eine Wohltat für die Augen und mit Lederfingerhut ist es überhaupt kein Problem. Begonnen habe ich irgendwo mitten drin zwischen den vier großen Kreisen. Ich wollte nicht gleich mit dem Augenschmaus anfangen, sondern mich erst mal einfühlen in die Wirkung und Struktur dieser Sache.
Leider, leider muss ich mich jetzt schweren Herzens erst mal wieder vom Passacaglia trennen, denn ich hatte es mir fest versprochen: zu Hause wird erst mal an den Gloria flowers weiter fertig genäht! Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen.... :-)

Sonntag, 15. Oktober 2017

Zurück von der Seidenstraße

Nein, mit mir ist alles in Ordnung. Ihr habt es gemerkt: ich war üüüüüberhaupt nicht da! ;-)
Und das mit gutem Grund - ich hatte Urlaub und wir waren verreist. Im Vorfeld gab es immer wieder große Augen und fragende Gesichter wenn wir von unserem Reiseziel berichtet haben: wir waren in Usbekistan. Wer nicht so ganz sicher auf der Landkarte ist, dem sei das mal gezeigt:


Usbekistan ist das Land der türkisfarbenen Kuppeln von Moscheen und Medresen - die Farbenpracht der Fliesen kann kein Foto wiedergeben! Hier verlief früher die Seidenstraße und entlang dieser wurden prächtige Bauwerke errichtet.



Ich werde Euch selbstverständlich noch ausführlicher berichten, aber nun muss ich erst mal ankommen und dem Garten ein bisschen auf die Sprünge helfen. Ich habe Sehnsucht nach dem Nähzimmer und bin ein bisschen traurig - in Plön sitzen die Nähmädels gerade noch gemütlich beisammen, da wäre ich auch gern gewesen! ;-)

Samstag, 30. September 2017

12tel-Blick - im September

Ich bin zwar bisschen in Eile, aber für den 12-tel Blick sollte es reichen... ;-)


Die Sonnenblumen strahlen den Herbst an. Und die Dahlien sind eine Pracht. Aber man spürt deutlich die Morgentaunässe, es ist in der Ferne diesig und das Laub ist nicht mehr grün. Er wird kommen - der Herbst...
Verlinkt wird bei Tabea

Donnerstag, 28. September 2017

Neue Batiks

Ei, ei, ei.... ich musste shoppen. Ehrlich - ich musste! Für das in den Startlöchern stehende Projekt Mother Earth Passacaglia, das ich aus Batiks nähen werde, brauchte ich Stoff. Ich habe zwar die wunderbare BaliPopdingensrolle, aber die ist nicht hoch genug für die größten Pentagons. Und es sind nicht genug helle Stoffe in der Rolle. Deshalb war ich shoppen und nun ist das Päckchen da:


Sind die nicht herrlich? Es hat allerhand Jahre Patchwork gebraucht bis ich auf den Geschmack der Batiks gekommen bin. Sie sind sehr fest und nähen sich dadurch mit der Hand nicht so leicht wie andere Patchworkstoffe, aber sie haben eine Farbenpracht, das ist einfach unschlagbar!
Zum Start-Post des neuen Projekts muss ich unbedingt noch eine Korrektur nachschieben: Zum Glück hat es die Frau Selbermacherin gemerkt, dass ich zwei verschiedene Quilts, die ich von Bildern aus dem www. kenne, durcheinander geschmissen habe. Da gibt es zum Einen den Mother Earth von Pretty-and-Useful (dafür gibt es bei Pretty-and-Useful eine Anleitung) und zum Anderen den La Passacaglia. Für letzteren gibt es ganze Musterbücher! Für beide werden die gleichen Schablonen verwendet, der Mother Earth ist kleiner und der Passacaglia hat durch seine Größe in der Wirkung ein detaillierteres Layout, was wundervoll aussieht. Mir gefällt die Farbigkeit des Mother Earth im Original sehr gut, das war ein Animationspunkt, aber nähen werde ich den Passacaglia. Mal sehen, ob ich mit diesem Riesenteil irgendwann zum Ende komme! Das gelieselte Teil ist etwa 1,50 x 1,20m groß und besteht aus gefühlt 1 Million Teilchen. So was ist nix für Stoffabbau, da kommt man mit einer genähten Tasche deutlich schneller zum Ziel, aber ich mag ja Langzeitprojekte sehr und dieses wird mich hinfort auf allen Reisen und unterwegs begleiten...
Zuwachs im Nähzimmer: 309 Gramm